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Thomas Lorenz-Herting |
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biographie
Thomas Lorenz-Herting wurde 1956 in Kiel geboren. Er studierte von 1978-84 an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg Bühnenbild bei Wilfried Minks und Karl-Ernst Herrmann. In der gleichen Zeit arbeitete er als Assistent am Schauspielhaus Bochum, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, an der Freien Volksbühne Berlin und an der Schaubühne am Lehniner Platz, für Peter Zadek, Johannes Grützke, Manfred Karge, Matthias Langhoff, Robert Wilson, Luc Bondy, Karl-Ernst Herrmann und Peter Stein.
Seit 1985 ist er als Bühnen- und Kostümbildner für Schauspiel- und Opernproduktionen in Deutschland, Belgien, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz tätig. Er arbeitete unter anderem mit den RegisseurInnen Martin-Michael Driessen, Johannes Kaetzler, Karl-Georg Kayser, Peter Kleinert, Peter Kupke, Leo Madder, Ralph Misske, Rosee Riggs, Carl Hermann Risse und Hanfried Schüttler in Berlin, Lübeck, Braunschweig, Wiesbaden, Antwerpen, Karlsruhe, St. Gallen, Luxemburg, Meiningen, Potsdam, Linz, u.a.
1994 inszenierte er Peter Handkes „Publikumsbeschimpfung“ in den ehemaligen Räumen der Volkskammer der DDR in Berlin.
Seit 2002 ist er auch in der Ausbildung tätig. An der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin und am Max-Reinhardt-Seminar in Wien unterrichtet er über Aspekte des Raums für Schauspieler und Regisseure.
Die Beschäftigung mit Spielorten außerhalb des Theaters und somit das Entwerfen von Bühnenbildern unter der Benutzung und Fortschreibung vorhandener Räume ist ein Schwerpunkt seiner Arbeit.
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arbeiten
- eine auswahl
Vincenzo Bellini "Beatrice di Tenda"
Regie: Martin Michael Driessen
2008, De Rotterdamse Opera
Yasmina Reza "Der Gott des Gemetzels"
Regie: Hanfried Schüttler
2008, Wuppertaler Bühnen
Gerhart Hauptmann "Vor Sonnenuntergang"
Regie: Peter Kupke
2007, Konzertdirektion Landgraf
Heinrich von Kleist "Der zerbrochne Krug"
Regie: Rosee Riggs
2006, Freilichtspiele Schwäbisch Hall
Gabriel Barylli "Butterbrot“
Regie: Marion Poppenborg
2004, Théâtre Municipal Esch-sur-Alzette
Bertolt Brecht "Leben des Galilei"
Regie: Peter Kupke
2003, Staatstheater Kassel
Maurice Ravel "L‘Enfant et les Sortilèges"
Regie: Martin Michael Driessen
2002, Minnaertgebouw Utrecht
Moshe Shamir "Der Erbe"
Regie: Johannes Kaetzler
DE 2001, Stadttheater Heilbronn
Helmut Betz "Nele und die Leute von Altwreech"
Regie: Peter Kleinert / Karl-Hermann Risse
UA 1999 Hans-Otto-Theater Potsdam
Urs Widmer "Top Dogs"
Regie: Katja Ott
1998 Staatstheater Braunschweig
Harold Pinter "Die Heimkehr"
Regie: Leo Madder
1997 KNS-Bourla-Teater Antwerpen
Giuseppe Verdi "Rigoletto"
Regie: Ralph Misske
1997, Bühnen der Hansestadt Lübeck
Johann Wolfgang von Goethe "Faust I"
Regie: Johannes Kaetzler
1996, Festspiele Bad Hersfeld |
| kritiken
- eine auswahl
Yasmina Reza "Der Gott des Gemetzels"
"Schauplatz des Gemetzels an den Linzer Kammerspielen ist eine — durchaus passend — realistisch anmutende Wohnzimmeratmosphäre: Bühne und Kostüme von Thomas Lorenz-Herting. Die Engländerin Rosee Riggs lässt darin ein zwar wenig tiefgründiges, aber unterhaltsam-ironisches Kammerspiel ablaufen."
Andreas Hutter, Neues Volksblatt 2008
"`Der Gott des Gemetzels` ist der Renner der Saison – und nun auch im Wuppertaler Schauspielhaus angekommen. Dass das jüngste Stück von Yasmina Reza als poetische Zimmerschlacht überzeugt, liegt nicht zuletzt an der Kulisse: Die Bühne von Thomas Lorenz-Herting ragt so spitz und geschickt in den Saal, dass die Zuschauer im besten Wortsinn ganz nah dran sind."
Martina Thöne, Westdeutsche Zeitung 2008
William Shakespeare "Romeo und Julia"
"Regisseurin Riggs will den Blick auf einen Shakespeare immanenten Perspektiven-Wechsel lenken: Mit dem Wissen des Renaissance-Menschen erzählt der Engländer eine Geschichte aus dem italienischen Mittelalter. Ohne den Stoff zu aktualisieren, aber auch ohne historisierenden Naturalismus erzählt Riggs - mit der ästhetischen Erfahrung des 20. und des 21. Jahrhunderts (...). Auch die Bühne von Thomas Lorenz-Herting, multifunktionale Bretterpodeste und documenta-verdächtige, in die Stufen hineingebaute Kuben sowie die zeitlosen Kostüme von Isabel Kork sind Zeichen ewig menschlicher Konflikte."
Claudia Ihlefeld, Heilbronner Stimme 2007
Bertolt Brecht "Leben des Galilei"
"Moderatorin: Und in welcher optischen Verpackung kommt das Ganze auf die Bühne?
Wicke: In einem Bühnenbild, das diese Klarheit sehr schön unterstreicht. Es gibt verschiedene Konstruktionen, die beruhen alle auf einer schräg im Raum befindlichen Zwischendecke, die durch unterschiedliche Neigungswinkel und ganz unterschiedliche Höhen auch neue Sichtweisen zulässt. Ansonsten sieht man auch sehr viel von der normalen, blanken, schwarzen Bühne – inklusive Bühnentechnik, Scheinwerferaufhängungen. Das wirkt einerseits sehr technizistisch, aber das passt natürlich auch ausgezeichnet zum Stück, denn Galilei wehrt sich gegen die Illusion und hält die Anschauung und den genauen Blick, den Blick durchs Teleskop, dagegen. Und Brechts episches Theater ist ja auch anti-illusionistisch, und Brecht fordert einen aktiven Zuschauer, so dass man sagen kann, streng genommen war hier auch das Bühnenbild ein V-Effekt, ein Verfremdungs-Effekt, im Sinne der Brechtschen Poetik."
Andreas Wicke, Hessischer Rundfunk, hr2 „Mikado“ 2003
"Auf der Kasseler Schauspielbühne läuft das Stationendrama in kühler Konzentration ab, (...) von 1400 bis 2100 reicht der Rahmen, den Kupke anvisiert, und das ist vielleicht nicht zu pessimistisch. Auf der sparsam ausgestatteten Bühne, auf der nur die an der Renaissance-Mode orientierten Kostüme - Thomas Lorenz-Herting zeichnet für beides verantwortlich - die historische Verankerung der Handlung sichtbar machen, treten die Konturen des Dramas klar und mit holzschnittartiger Nachdrücklichkeit hervor. Das Geschehen ist ganz konzentriert auf die zentrale Figur und ihre exemplarischen Bezüge."
Claudia Sandner-von-Dehn, Hessische/Niedersächsische Allgemeine 2003
Moshe Shamier "Der Erbe"
"Seit Mitte der 80er Jahre bringt Heilbronns Theater immer wieder Stücke aus Israel auf die Bühne, als Erst- oder Uraufführung. (...) Ein Stück, das nach dem materiellen und dem ideellen Erbe fragt, nach der Wahrheit in der Lüge. (...) Keine einfache Aufgabe für Regisseur Johannes Kaetzler. (...) Wie in einem Episodenfilm begleiten wir Cohen auf seiner Spurensuche ins Obdachlosenheim, ins Kurzwarengeschäft der Freundin, ins Hotelzimmer der Mutter, an den Swimmingpool im neuen, süßen Leben. Das wird zunächst schlüssig erzählt, die Bühne (Thomas Lorenz-Herting), die die Atmosphäre eines 60er Jahre Schwarz-Weiß-Streifens unterstreicht, verwandelt sich mit wenigen Mitteln."
Claudia Ihlefeld, Heilbronner Stimme 2001 |
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fotos
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Nele und die Leute von Altwreech |
Orpheus steigt herab |
Totentanz |
Die Heimkehr |
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Leben des Galilei |
Butterbrot |
Soliman |
Die Stühle |
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Clavigo |
Der zerbrochne Krug |
Romeo und Julia |
Der Gott des Gemetzels |
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