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- eine auswahl
Mozart/Posing/Klein "Mozart im Reich von 1001 Nacht"
"Wolfgang Amadeus Mozarts 1782 uraufgeführte Oper `Die Entführung aus dem Serail`diente der Regisseurin Jacqueline Posing-Van Dyck (musikalische Leitung: Camille Kerger) als Vorlage für ein buntes und witziges Singspiel, das geschickt die eigentliche Handlung mit einer zweiten Ebene verbindet. Aus Belmonte, dem Bräutigam Konstanzes, wird Mozart, der sich fast mehr um seine Noten sorgt als um seine Liebste. [...] Die (Bühne) ist, ebenso wie die in bestickter Seide und Brokat gehaltenen Kostüme, liebevoll gestaltet, mit Orientteppichen und arabischen Sitzkissen geschmückt (Bühne und Kostüme: Christian Klein). Bunte Barock-Perücken mit Federn und Schleifchen komplettieren den märchenhaften Look [...]"
Ilka Bärwald, Hertener Allgemeine Zeitung 2006
Efstratiou "Jeanne d'Arc"
"Ein Meer illuminierbarer Kerzen, wie es aus dem Sand auf dem abgedeckten Orchester ragt, verbreitet weihevolle Stimmung, gemahnt auch an Jeannes Schicksal. [...] Ihren Aufstieg zur menschlichen Kampffanfare erzählt der erste Teil. Er zeigt Königin Isabeau, Kollaborateurin der Engländer, auf einem rollbaren Langbett bei erotischen Ausschweifungen, in denen sich auch ihr Sohn mit seiner Mätresse erschöpft. Zwei Rundsäulen und ein Kreuz markieren dann jene Kirche, in der Erzengel und weibliche Heilige Jeanne den göttlichen Auftrag mitteilen und ihr das sieghafte Schwert verheißen, das der Stadthauptmann im Kerzenmeer für sie entdeckt. [...] Wenn Efstratiou Akzente ebenso sparsam setzt, wie Christian Kleins Bühne hauptsächlich mit Licht in der Schwärze modelliert, so verlangsamt die Choreografin Kampfbilder auf Zeitlupe und siedelt sie damit, statt im blanken Naturalismus, in visionären Welten an."
Volkmar Draege, Neues Deutschland 2008
"Ein Tanzvokabular, das die Imagination sonderlich für die innere Dramatik reizt. Freie Bewegung mit klassischen Elementarteilchen wird kontrapunktisch zur Musik gesetzt. Es gelingt spannende Körpersprache: Nicht das Buchstabieren von Musik, sondern das Gestimmtsein durch Musik; adäquat zu mittelalterlichen Chorälen, zu Bruchstücken von Pärt oder Schnittke. Dazu kommt szenische Prägnanz, wie im Kirchenraum. Und Krieg wird selbst mit wenig Personal atmosphärisch spürbar auf der tanzgerecht weiten, knapp markierten Bühne von Christian Klein."
Manfred Zelt, Schweriner Volkszeitung 2008
Mitterer/Utz "Das tapfere Schneiderlein"
"Und doch ist sie etwas ganz Besonderes. Sie ist zum einen [...] eine Eigenproduktion, die nicht nur den Besonderheiten des hiesigen Publikums, sondern auch den Einschränkungen durch die Begebenheiten der Bühne des TNL Rechnung tragen muss. [...] In diesem Jahr erwartet uns das Team um Regisseurin Jacqueline Posing-Van Dyck mit einer Inszenierung der bekannten Gebrüder-Grimm-Geschichte Das tapfere Schneiderlein. [...] Dass es für diese Bühnenstücke nicht nur eine Art der Inszenierung gibt, zeigt das Ensemble des TNL, das sich über die Jahre hindurch immer wieder in verschiedenen Möglichkeiten der Dramaturgie und des Bühnenbildes versucht hat. Es ist ein Ausloten des Machbaren auf der Bühne einerseits, ein Erspüren der Befindlichkeiten der jungen Zuschauer andererseits. [...] Man wird nicht von pompösen Klassikmelodien an die Wand gedrückt, die Kraft des Ausdruckes liegt in einem präzisen Zusammenspiel von Elektronik-Klängen, Gesangseinlagen und schauspielerischen Elementen – dies alles in einem mit Bedacht einfach gestalteten Bühnenbild von Christian Klein."
Anne Schroeder, D'Land Luxembourg 2008
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