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- eine auswahl
Giacomo
Puccini "Tosca"
"Das Bühnenbild von Ilka Weiss ist bewusst
reduziert: Wandelemente mit raffinierten Licht-
und Schattenspielen, Nebel und Lichtprojektionen
schaffen (...) den stimmungsvollen Rahmen, in dem
sich der tragische Grundkonflikt entfalten kann.
Im dritten Akt finden sich die Akteure auf einer
gekonnt ironisierten Insel der Glückseligkeit
wieder, mit strahlend blauem Himmel und Symbolen
für ein besseres Leben."
Die Rheinpfalz, September 2005
Engelbert Humperdinck "Hänsel
und Gretel"
"Die durch ihre fließenden Übergänge
bestechenden Bühnenbilder von Ilka Weiss tragen
nicht unerheblich zur Authentizität des Geschehens
bei (...). Durch ein Loch im Boden, der unversehens
zum Himmel einer anderen Welt mutiert, betreten
die Geschwister eine Sphäre, in der die mütterlichen
Maßstäbe ins Groteske übersteigert
erscheinen."
Frankfurter Allgemeine, November 2005
Nico
Dostal "Clivia"
"Schon das Bühnenbild von Ilka Weiss stimmt
hoffnungsfroh: (...) eine stilisierte Wüstenlandschaft,
rechts zwei Kakteen, links ein Grenzhäuschen.
(...) Alles in schrilles Licht getaucht, die Szenerie
präsentiert sich irreal (...). Und wenn sich
die schöne Clivia lasziv aus einer mit Seide
ausgeschlagenen Kiste herausräkelt, ihren Plüschleoparden
fest im Griff, weiß der Zuschauer: der Abend
verspricht kurzweilig zu werden. Gags dieser Qualität,
gekonnt im Bühnengeschehen platziert, verhindern
nicht nur Langeweile, sie geben dieser Inszenierung
zudem Tempo und Charme (...)."
Helena Sender-Petry, Mainzer Allgemeine Zeitung
2003
Franz
Lehár "Die lustige Witwe"
"Peter Mussbach und Sylvain Camberling haben
1996 in Frankfurt (...) ein Meisterwerk intelligenter
Unterhaltung geboten. Der erste Eindruck auf den
kühl konstruierten Raum lässt dies auch
in der Mainzer Aufführung erhoffen (...). Eindrucksvoll
hat Ilka Weiss eine elliptische Öffnung gebaut
wie ein übergroßes Guckloch oder eine
Luftblase der Illusionen. Die unvermeidliche Treppe
für den Star-Auftritt führt zerbrechlich
und Absturz gefährdet herab (...)."
Siegfried Kienzle, Mainzer Allgemeine Zeitung
2004
"(...)
So ist gerade die Einheitsbühne mit ihrem ovalen
Ausschnitt in der Zwischenwand, hinter dem sich
eine geschwungene Freitreppe wie aus den Frühjahren
der Fernsehshow für mondäne Auftritte
bestens anbietet, eine fast schon von selbst tragende
Folie für die Regie (...)."
Axel Zibulski, Wiesbadener Kurier 2004
Wolfgang
Marschall "2000 Jahre sind genug"
"Das Programm führt auf fröhliche
Weise vor, wie die Welt der intellektuellen Mickymäuse
bald aussehen könnte (...). Die Kabarettisten
biwakieren (...) in einem Niemandsland des Verstandes.
Ihr Spielplatz ist eine Lichtung. Ilka Weiss entwarf
ein poetisches Bühnenbild, ein militärisch-waldiges
Tarnnetz, das wie ein riesiger Maulkorb wirkt. Im
Netz gefangen zappeln die letzten Mohikaner, (...)
die den Abgesang der Klugheit und Vernunft stoppen
wollen."
Gerd Kowa, Die Rheinpfalz 2000 |