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    Petra Maria Wirth

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biographie arbeiten kritiken fotos  

biographie

Petra Maria Wirth arbeitet seit bald 10 Jahren als freie Bühnen- und Kostümbildnerin an deutschsprachigen Bühnen sowie als Scenic Designerin und Drawing Artist für deutsche und internationale Filmproduktionen. Sie kam 1967 in Heidelberg zur Welt, wo sie zunächst Kunsterziehung studierte. Sie malt seit ihrem 16. Lebensjahr und stellt ihre Arbeiten alleine und in Gruppen aus. Erste Bühnenerfahrungen sammelte sie als Regie- und Bühnenbild-Assistentin sowie als Inspizientin am Zimmertheater Heidelberg. Es folgten diverse Bühnenbild-Assistenzen am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Hamburger Schauspielhaus und am Schauspiel Bonn. Eine intensive Arbeitsbeziehung besteht zur Regisseurin Christina Friedrich. Für zwei der gemeinsamen Produktionen erhielt Frau Wirth eine Nennung als beste Nachwuchskünstlerin im Jahrbuch "Theater heute".
Ihre Arbeit für den Film begann 2000 mit einem einjährigen Aufbaustudiengang an der Internationalen Filmschule Köln. Für den Production Designer Uli Hanisch fertigte Sie seither unter anderem Entwürfe und Zeichnungen für "Das Wunder von Bern" von Sönke Wortmann oder für "Perfume - the story of a murderer" von Tom Tykwer/Bernd Eichinger. Sie lebt in Köln.


arbeiten - eine auswahl

Gotthold Ephraim Lessing "Miß Sara Sampson"
Regie: Christina Friedrich
2004, Staatstheater Mainz
Nennung im Jahrbuch "Theater heute" als beste Nachwuchskünstlerin

Polle Wilbert "Maries Fest"
Regie: Malte Jelden
UA 2003, DramaKöln

Wolfgang Amadeus Mozart "Don Giovanni"
Regie: G. Corbieu
Bühnenkonzept in Zusammenarbeit mit H. Pouille
2002, Chateau de Vaux-le-Vicomte, AKOUNA, Paris

C. Dowie "GroßesKind/Totes Kind"
Regie: Silvia Idler
ÖE 2001, KosmosFrauenraum Wien

v. Düffel, Schimmelpfennig, Gericke "Leibschreiben 2"
Regie: Jessica Steinke, Christina Friedrich
UA 2000, Schauspiel Bonn

D. Issit "Gatte gegrillt"
Regie: Burkhard C. Kosminski
2000, Theater Dortmund

William Shakespeare "Romeo und Julia"
Regie: Burkhard C. Kosminski
2000, Stadttheater Gießen

Ch. Martin "Das tapfere Schneiderlein"
Regie: Beatrice Arnim
1999, Staatstheater Oldenburg

Dea Loher "Blaubart"
Regie: Christina Friedrich
1999, Staatstheater Hannover

Ödön von Horváth "Glaube Liebe Hoffnung"
Regie: Christina Friedrich
1999, Schauspiel Bonn

Georg Büchner "Leonce und Lena"
Regie: Christina Friedrich
1998, Theater Krefeld-Mönchengladbach
Nennung im Jahrbuch "Theater heute" als beste Nachwuchskünstlerin


kritiken - eine auswahl

Gotthold Ephraim Lessing "Miß Sara Sampson"
"Ein erstaunlicher Blick auf dieses Stück, auf die klassische Dreierkonstellation: Ein Mann, zwei Frauen. `Un, deux, troi` von Keren Ann, eine betörende, geheimnisvolle kleine Melodie, ist charmant heutiger Grundton dieser lasziv heftigen, erotischen Deutung von Lessings `Miß Sara Sampson` (...) Die sechs Personen wälzen und räkeln sich in einem goldbraunen Raum, mit vier Matratzen, zwei Hockern, einem Kamin links und sonst keinem Ausgang. Ein Lichtstreifen leuchtet ab und zu im umlaufenden Spalt zwischen Wänden und Plafond, zeigt verwohnte, abgerissene Wände. (...) In diesem erst rosenüberfluteten, dann so rissigen, schrundigen Bühnenraum (von Petra Maria Wirth) kehrt Christina Friedrich Lessings Figuren von innen nach außen, lässt ihre Gedanken, ihre Träume spielen. Kein Realismus, sondern Liebessehnsucht."
Ulrike Kahle, Theater heute 2004

Düffel/Schimmelpfennig/Gericke "Leibschreiben 2"
"Die von Petra Maria Wirth für diese Uraufführung erdachte Bühne verfehlt ihre Wirkung nicht: Eine von unten angestrahlte, kreisrunde Scheibe durchleuchtet die Furcht wie ein Röntgengerät. Hier schlafen und wachen fünf Jugendliche, erleben ihre ganz persönlichen Albträume, teilen sie einander mit und ergötzen sich an der Angst der anderen."
Gunhild Lohmann, General-Anzeiger Bonn 2000

Debbi Isitt "Gatte Gegrillt"
"(...) und das setzt Regisseur Burkhard C. Kosminski konsequent um. Er verfremdet und verzerrt die Tragik des Ehebruchs bis zur urkomischen Unkenntlichkeit – angefangen bei einer Kulisse, die so schmerzhaft schrill ist, dass die echten 70er Jahre dagegen geradezu sachlich erscheinen. Als Tapete dient ein stechend grüner Flokati."
Tobias Boismann, Westdeutsche Allgemeine Zeitung 2000

Dea Loher "Blaubart – Hoffnung der Frauen"
"Petra Maria Wirth hat einen wundersamen Spielplatz gebaut: Eine aufgebrochene Betonpyramide schwebt auf gekachelten Säulen über der dunkelblauen, von zwei schmalen Stufen durchzogenen Spielfläche. Parallel zu den Stufen zieht sich ein Wassergraben quer über die ganze Bühne und dort werden die getöteten Frauen am Schluss jeder Szene versenkt. Der zauberhafte Ort zitiert vieles, was nicht zusammengehört: Schuhgeschäft, Palast, Italienreisen in den sechziger Jahren, Vergnügungspark, Sporthalle. An zentraler Stelle, genau in der Bühnenmitte, hängt hoch über dem Boden ein Basketballkorb. Der wird kurz vor dem Finale gebraucht, in dem Blaubart endlich Ruhe findet."
Roland Meyer-Arlt, Hannoversche Allgemeine 1999

Ödön von Horváth "Glaube Liebe Hoffnung"
"Nicht die Sprache ist heute das Medium der Endindividualisierung, sondern das Bild. Die `Demaskierung des Bewusstseins` muß also den Prozeß der Verhaltenssteuerung durch vorgefertigte Bilder offen legen. Die Bilder der Inszenierung sind dann natürlich nicht die des Autors, sondern die der Regisseurin, und vom Text bleibt nur noch ein Skelett.
Christina Friedrich hat eine Methode, die sie auch schon bei anderen Inszenierungen angewandt hat: Sie findet für die Figuren des Stückes zunächst ein `Biotop`, ein eigenes Raum- und Zeitsystem. Dieser geschlossene, symbolische Raum bildet den grundlegenden Assoziationsbereich für alle folgenden Aktionen. Er soll eine Tiefenschicht des Textes repräsentieren, verselbstständigt sich jedoch.
Das Biotop von `Glaube Liebe Hoffnung`, Horváths `kleinem Totentanz`, ist ein Nekrotop, ein Ort der Toten. Aus Horváths Regieanweisung für das erste Bild: `Vor dem anatomischen Institut mit Milchglasfenstern` wird die szenische Grundmetapher der Inszenierung: ein Leichenhaus, im Souterrain mit flachem, milchigem Glasdach, abgeschirmt von der Außenwelt, die doch diffus hineinleuchtet. `Ground Transportation` steht über dem Förderband, das die Verbindung zur Oberwelt herstellt. An der Seite eine flache Sichtluke für Voyeure (Bühne: Petra Maria Wirth)."
Theater heute 1999 – Chronik


fotos

Blaubart Blutsbrüder Gatte gegrillt Leibschreiben 2
 
Leonce und Lena Romeo und Julia Glaube Liebe Hoffnung

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