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    Franz Burkhard

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biographie arbeiten kritiken fotos  

biographie

1962 in Mindelheim geboren, absolvierte nach dem Abitur und dem Zivildienst zunächst eine Krankenpflegeausbildung in Heidelberg; danach Studium der Geschichte und Philosophie sowie eine Assistenz am Staatstheater Stuttgart.
Seit 1996 arbeitet er als freier Regisseur, brachte sowohl Klassiker wie Lessing, Kleist und Shakespeare auf die Bühne als auch Autoren wie Johann Nestroy, Neil Simon, Werner Schwab und eine Operette von Jacques Offenbach. Daneben schreibt und inszeniert er eigene Stücke bzw. Abende, so das Musical "Amore per favore" und den satirischen Liederabend "Mama - Der Markenliederabend", der neben seiner Inszenierung von Dorfer/Haders "Indien" noch heute erfolgreich in Stuttgart läuft und sein besonderes Talent für das musikalisch-komödiantische Genre unter Beweis stellt.
Außerdem ist er seit 2002 als Dozent an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart tätig.


inszenierungen - eine auswahl

Ernst Jandl "Die Humanisten"
2007, Kultursommer Germersheim

Werner Schwab "Volksvernichtung oder meine Leber ist sinnlos"
2006, Theater Esch-sur-Alzette (Luxemburg)

Heinrich von Kleist "Das Käthchen von Heilbronn"
2004, Ulmer Theater

William Shakespeare "Was ihr wollt"
2004, Wilhelmatheater an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart

Neil Simon "Ein seltsames Paar"
2003, Komödie Dresden

Franz Burkhard "Mama – Der Markenliederabend", ein Loblied der Mutter
2003, Staatstheater Stuttgart

Franz Burkhard "Amore per favore", ein melodramatisches Musical
2003, Kultursommer Germersheim

Franz Burkhard "kulturgala.de", ein Abend mit Musik zur deutschen Leitkultur
2002, Kultursommer Germersheim

Gotthold Ephraim Lessing "Nathan der Weise"
2002, Ulmer Theater

William Shakespeare "Romeo und Julia"
2001, Bronnbacher Kultursommer

Jacques Offenbach "Häuptling Abendwind"
1999, Kultursommer Germersheim

Johann Nestroy "Frühere Verhältnisse"
Regie zusammen mit Ernst Konarek
1999, Staatstheater Stuttgart


kritiken - eine auswahl

Werner Schwab "Volksvernichtung oder meine Leber ist sinnlos"
"Regisseur Franz Burkhard hat es fertig gebracht, aus Schwabs gemischtem Chor der Monsterphrasen und Koprolalien die einzelnen Figuren mit dem Skalpell herauszuarbeiten, ihnen gegenüber der allmächtigen Sprache, dem „Schwabisch“ mit seinen getürkten Prä- und Suffixen, ein eigenes Gewicht zu verleihen. Freilich sind sie immer noch sprachfixiert, Bauchrednerpuppen eines Geist und Körper lenkenden Unbewussten; aber wenigstens ansatzweise ist in diesen Figuren ihre Verlorenheit, ihre Verzweiflung und Hilflosigkeit über das beschissene und zugeschüttete Leben, dem zu frönen sie verdammt sind, da. Das genügt.
So ist es eine erstaunliche Leistung geworden. Burkhard hat mit seinen herausragenden Schauspielern zweifellos eine wunderbare Arbeit geleistet, die trotz `säuischer` Inhalte stellenweise sehr poetisch ist."
Jérôme Netgen, Tageblatt 2006

Neil Simon "Ein seltsames Paar"
"Regisseur Franz Burkhard (...) setzt auf putzmunteres Spiel, „sitzende“ Pointen. Er übernimmt des Autors Hang zu Klamottigem ebenso wie dessen Finesse bei Hintergründigem, zu praller Komik ebenso wie zu ironisch verpackter Tragik. So wird jeder Anspruch durchaus bedient, den Boulevard eben erfüllen kann."
Ursula Fuchs-Materny, Dresdner Neueste Nachrichten 2003

Gotthold Ephraim Lessing "Nathan der Weise"
"Und der Ulmer `Nathan`? Er komprimiert die Geschichte: hier Jerusalem, dort Auschwitz. Märchenhaft ist dieser `Nathan` nicht, aber packend. (...) so präsentiert dieser die Ringparabel nicht als wunderschönen Text und einlullende Therapie, sondern als bedrängende Szene (...) nicht Nathan der Weise tritt vor das Publikum, sondern Nathan der Einsame oder Nathan der Bittere. Ein gezeichneter Mann, dem die guten Worte, überzeugenden Parabeln, klugen Reden nicht immer zungenfertig zu Gebote stehen. (...) Das Premierenpublikum klatschte der starken Aufführung den verdienten starken Beifall."
H.v. Neubeck, Südwestpresse 2002

Johann Nestroy "Frühere Verhältnisse"
"Die Regisseure haben Nestroys Dialoge und Couplets aktualisiert und bedienen sich seines wirbelnden Witzes wie einer Einladung zum allseitigen Vergnügen. Nestroy, so schrieb Karl Kraus, habe seine Welt erst in der Überzeugung gefestigt, sie sei die beste der Welten, um sie dann zu sprengen. Burkhard/ Konnarek sprengen ihre Welt von Beginn an, so dass man im Parkett stets gewiss ist, sich auf der sicheren Seite zu befinden. Hedi Kriegeskotte hat einen großen Auftritt als Kantatensängerin. Auf diesen eigentlich sprachlosen Moment hat das worthörige Stuttgarter Theaterpublikum lange gewartet. Er wird gefeiert wie schon lange keiner mehr."
P. Kümel, Stuttgarter Nachrichten 1999

"Nestroys kaputter Kosmos entsteht durch Sprache, es sind die Abgründe täglichen Ehehorrors und Domestikenelends. Diese trostlosen Abgründe hinter blendendem Witz zu verstecken, ist auch die Kunst der Doppelregie von Franz Burkhard und Ernst Konnarek.
Wie hätte Nestroy gesagt: Schmeicheleien habt ihr von mir nicht zu befürchten – drum sag ich´s schlicht: es war ein Abend der Hyperlative."
W. Rösner, SWR 2, 1999

"Es ist zum Schreien! Am lautesten Schreien, möchten wir bei Gottfried Breitfuß, der als Muffel ein ganz gehässiges Subjekt abgibt und in seinem Auftrittsmonolog ein Feuerwerk der Bösartigkeit abbrennt. Nach zwei urkomischen und kurzweiligen Stunden voller Nestroyscher Sprach- und Schauspielereien geht im kleinen Haus der Vorhang wieder zu."
R. Müller, Stuttgarter Zeitung 1999

Josef Hader/ Alfred Dorfer "Indien"
"Nach diesem Theatererlebnis tritt man hinaus in die Wirklichkeit und hat irgendwie das Gefühl, an einem besseren Ort angekommen zu sein – unweit von Indien eben."
Th. Thieringer, Süddeutsche Zeitung 1996

Matthias Beltz "Ich bin nichts. Ich hab nichts. Aber ich lach mich tot."
"Die Regie strukturiert, die vielen Minieinlagen und Conferencen durch intensives Wechselspiel, durch Ausbrüche und Pausen der Erschöpfung, durch angeregtes Stakkato und zuweilen virtuos gesteigerter Blödeleien."
S. Kienzle, Darmstädter Echo 1997


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Indien Die Präsidentinnen Was ihr wollt Was ihr wollt
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Volksvernichtung oder meine Leber ist sinnlos
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