| kritiken
- eine auswahl
Edward
Albee "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?"
"Mit diesem Stück startet das Lübecker
Schauspielhaus fulminant in die neue Saison. Der
Rezensent kann sich nicht daran erinnern, in den
vergangenen vier Jahrzehnten hier eine derart intensive
und bis ins Letzte durchgefeilte Inszenierung eines
modernen Klassikers erlebt zu haben."
Lübecker Stadtzeitung 2006
Ulrike
Dietmann "Westworld"
"Regisseur Jochen Strauch inszeniert die „Satire
aus der globalen Finanzwelt“ mit Tempo und
über weite Strecken als schrilles Kabarett.
Bis in die Körperhaltung werden die verbogenen
Charaktere vorgeführt. Als Einlage unterstreicht
der Regisseur immer wieder die Zwischenfrage: Wo
bleibt der Mensch im heutigen Big Business? Besonders
beim jüngeren Publikum kam der Finanzthriller
gut an."
DPA 2005
Franz
Wittenbrink "Sekretärinnen"
"Es
gehört manchmal Mut dazu, Klischees zu brechen;
aber mindestens so viel Mut gehört dazu, von
Klischees saubere Abzüge zu machen und sie
farbenfroh und bis in alle Einzelheiten auszumalen.
Wenn das gelingt, dann entsteht Komik, und dann
leuchten die vielen kleinen Wahrheiten auf, die
sich in den großen Lügen der Klischees
verbergen. Diesen Mut haben der Regisseur Jochen
Strauch, die Ausstatterin Frauke Firl und
die Schauspielerinnen aufgebracht – nur so kann
diese Revue funktionieren. Viele kleine Ideen und
Umdeutungen machen den Abend zu einem Vergnügen."
Lübecker Nachrichten 2005
"Der
Zauberer von Oz" nach dem Roman von Franz L.
Baum
"Mit viel Musik, Gesang und Tanz durch
ein opulent ausgestattetes Märchenland lässt
das Theater Lübeck das Mädchen Dorothy
und seine Gefährten im diesjährigen Weihnachtsstück
wandern: Der Zauberer von Oz in der Inszenierung
von Jochen Strauch
nach dem Roman von Frank L. Baum schafft es mit
liebevoll ausgestalteten Figuren und entzückend
in Szene gesetzten Details, Kinder und Erwachsene
gleichermaßen in den Bann zu ziehen. Im „Land
hinter dem Regenbogen” trifft Dorothy (exzellent
dargestellt von Rebecca Indermaur) nicht
nur auf eine Vogelscheuche ohne Verstand, einen
Blechmann ohne Herz und einen Löwen ohne Mut,
sondern auch auf eine böse und eine gute Hexe,
viele niedliche Zwerge, fliegende Affen und natürlich
den großen Zauberer von Oz, der sich als kleiner,
liebenswerter Schwindler entpuppt. Vollkommen unangestrengt
wird in dieser Inszenierung gezeigt, dass großes
Theater immer Täuschung und Magie zugleich
ist und sich mit Fantasie und dem eigenen Willen
die meisten Wünsche erfüllen lassen."
Kieler Nachrichten 2005
George F. Walker "Das Ende der
Zivilisation"
"So prall kann Theater sein; so witzig,
brutal, brisant und direkt. (...) Regisseur
Jochen Strauch jongliert mit den Stimmungen
des Stücks: Wenn Henry an seiner Arbeitslosigkeit
verzweifelt, ist die Inszenierung ernsthaft und
nah an der aktuellen Frage nach sozialer Gerechtigkeit.
Im nächsten Moment wird's ironisch, wenn die
kauzigen Cops Max und Donny Chaos stiften oder
Sandy auftaucht. Ein großer Teil des Erfolgs
gebührt dem mitreißenden Ensemble!"
Flensburger Tageblatt 2004
Ingrid
Lausund "Hysterikon"
"Die Szenenfülle treibt den um
kaum einen Effekteinfall verlegenen Jochen Strauch
zu einer Bluthochdruck-Inszenierung an, welche immer
wieder Lachwellen über die Zuschauer wogen
lässt, manchmal reichlich üppig. Aber
der Regisseur lässt immer wieder auch innehalten,
lässt Unsicherheit und Leere der Menschen spüren
(...)."
Rhein-Zeitung 2002
Suzanne
Lohuizen "Mein Vater Che Guevara"
"Von Anfang an klärt Regisseur
Jochen Strauch die Fronten seiner Inszenierung (...):
Die Revolutionäre sitzen an Café-Tischen,
schmauchen Zigarren und trinken Cognac. Die Zuschauer
hingegen hocken auf weichen Zuckersäcken am
Boden (Kuba!), blicken erwartungsvoll auf zu Che
und Fidel Castro, um deren frohe Botschaft zu empfangen:
„Die schönste Eigenschaft des Revolutionärs
ist, die Ungerechtigkeit in der Welt zu empfinden."
Hamburger Abendblatt, 2002 |