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    Wulf Twiehaus

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biographie arbeiten kritiken fotos  

biographie

Wulf Twiehaus, 1972 in Westfalen geboren, studierte Regie an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin und arbeitete seit 1996 als Regieassistent von Thomas Ostermeier an der Baracke des Deutschen Theaters Berlin und von 1999 bis 2001 an der Schaubühne am Lehniner Platz. Seit Dezember 2000 arbeitete er als Regisseur. An der Schaubühne inszenierte er gemeinsam mit Marius von Mayenburg die deutschsprachige Erstaufführung von "Herr Kolpert" von David Gieselmann (2000). Es folgten hier die deutschsprachigen Erstaufführungen von Jon Fosses "Traum im Herbst" (2001) und von Fausto Paravidinos "Genua 01" (2003).
Seit 2003 arbeitete Wulf Twiehaus als freier Regisseur, inszenierte am Staatstheater Mainz Gogols "Revisor" und brachte hier Maxim Billers "Kühltransport" (2002) und Meike Haucks "Mad in America" (2004) zur Uraufführung. Am Budapester Theater Krétakör inszenierte er die ungarische Erstaufführung von Marius von Mayenburgs "Das kalte Kind" (2003) in ungarischer Sprache und wird dort im Februar 2005 Horváths "Kasimir und Karoline" inszenieren. Es folgte die bosnische Erstaufführung von Marius von Mayenburgs "Parasiten" am Kamerni Teatar in Sarajevo. Neben seinen Regiearbeiten arbeitet Wulf Twiehaus als Gastdozent in den Bereichen Schauspiel, Regie und Szenisches Schreiben an der UdK, der HfS "Ernst Busch" (beide Berlin) und der Theaterakademie Helsinki und besuchte 2001 die Residency for new writing am Royal Court Theatre in London. Ab 2007/8 Oberspielleiter am Stadttheater Konstanz.


inszenierungen - eine auswahl

David Greig "Entlegene Inseln"
DSE 2006, Staatstheater Mainz

Samuel Beckett "Das letzte Band"
2005, Staatstheater Mainz

Ödön von Horváth "Kasimir und Karoline"
2005, Theater Krétakör, Budapest, Ungarn

Marius v. Mayenburg "Parasiten"
bosnische EA 2005, Kamerni Teatar, Sarajevo, Bosnien-Herzegovina

Meike Hauck "Mad in America"
UA 2004, Staatstheater Mainz

Nicolai Gogol "Der Revisor"
2004, Staatstheater Mainz

Marius von Mayenburg "Das kalte Kind"
ungarische EA 2003, Theater Krétakör, Budapest/Ungarn

Fausto Paravidino "Genua 01"
DSE 2003, Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin

Maxim Biller "Kühltransport"
UA 2002, Staatstheater Mainz

Jon Fosse "Traum im Herbst"
DSE 2001, Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin

David Gieselmann "Herr Kolpert"
DSE 2000, Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin

Alexander Puschkin "Mozart und Salieri"
1999, bat-Studiotheater Berlin

Marius von Mayenburg "Haarmann"
1998, Inszenierung als Hörraum, Deutschlandfunk/Baracke am Deutschen Theater Berlin


kritiken - eine auswahl

Jon Fosse "Traum im Herbst"
"Der junge Regisseur Wulf Twiehaus hat dieses Liebesspiel behutsam und buchstabentreu in Szene gesetzt. Wie ein bescheidener Dirigent vertraut er auf die Musikalität des Textes, dem er ein sanftes Licht und manchmal ein live gesungenes elektronisches Klagelied zur Seite stellt. Ansonsten verlässt er sich ausschließlich auf seine zum Teil großartigen Schauspieler, die für den Minimalismus Fosses und dessen vielfältige Aussparungen mitunter berückend-präzise Entsprechungen finden."
Matthias Ehlert, Frankfurter Allgemeine Zeitung 2001

Maxim Biller "Kühltransport"
"Bei der Mainzer Uraufführung lässt sich Twiehaus zum Glück auf keine Spekulationen mit dem Grauen - dem Erstickungstod im Container - ein. Er zeigt Individuen in ihrer Haltung zur Welt. Twiehaus vertraut dem Text, den er zu einer Art magischem Realismus weiterentwickelt."
Hartmut Krug, Tagesspiegel 2002

Fausto Paravidino "Genua 01"
"Regisseur Wulf Twiehaus, der in seiner dynamisch-spannungsvollen Inszenierung die vier für diese Art politischen Theaters sich engagierenden Schauspieler häufig mit der Live-Handkamera agieren lässt, deutet durch eine Videomontage gleich zu Beginn an, wie manipulierbar die `Wahrheit` von Bildern ist. (...) Im Übrigen belebt Twiehaus oft witzig, immer treffsicher die Stilmittel des guten alten Agitprop-Theaters."
Thomas Thieringer, Süddeutsche Zeitung 2003

Nicolai Gogol "Der Revisor"
"Das Thema ist akut bis fast schon zur Gewöhnung. Dagegen setzt die Mainzer Inszenierung alles ein: Präzision und Tempo, schnelle Rede und pantomimische Einlagen, übersetzt die Verrenkung um die Vorteilsnahme auch körperlich und decouvriert im Familienportrait Konkurrenz und Autoritätsproblematik."
Viola Bolduan, Wiesbadener Kurier 2004

Marius von Mayenburg "Das kalte Kind"
"The most attractive feature of `The Cold Child` is performance and playfulness and the fact that it doesn`t hide away the serious message of the main content."

Tamás Tarján, Szinház, March 2003
"(...) because it is impossible not to laugh on this black humour filled with dark pain that interweaves the whole play."
Krisztina Szepesi, www.terasz.hu, January 2003

Meike Hauck "Mad in America"
"Wulf Twiehaus hat das dritte Stück der 27 Jahre alten Autorin medienreich, doch nicht überladen inszeniert. Durch den Bluebox-Effekt gelangen die eigentlich Desillusionierten zurück in die Illusion einer sinnstiftenden Umgebung, die als Zukunftsentwurf ausprobiert wird. Die Auswahl der Bilder oder ihr abruptes Abbrechen konterkariert jedoch ihren Stellenwert und zeigt ihre Zerbrechlich- und Beliebigkeit."
Rainer Schulze, Frankfurter Allgemeine Zeitung 2004


fotos

Mad in America Mad in America Das kalte Kind Kühltransport
 
Revisor Revisor Herr Kolpert  

link

www.wulftwiehaus.de


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