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    Solvejg Bauer

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biographie arbeiten kritiken fotos  

biographie

Solvejg Bauer, `76 in Stuttgart geboren, studierte zunächst an der Humboldt-Universität Berlin Philosophie, Theater- und Musikwissenschaften. 2000 schloss sie das Studium der Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg an und mit ihrer Diplominszenierung von Ernst Kreneks Triptychon ab. Im Anschluss wurde sie als Regieassistentin und Regisseurin an die Württembergische Landesbühne engagiert, an der sie den Kafka-Abend Liebster Vater, du zerreißt mich wie einen Fisch und E.T.A. Hoffmanns Der Sandmann inszenierte.
Als letzte Tat im Festengagement führte sie ein außergewöhnliches Projekt zum Erfolg: ihre Inszenierung der Stadtoper Esslingen (UA), die an zwölf Stationen in der Stadt zeitgleich spielte, bei der mehr als 350 Schauspieler, Sänger, Choristen und Orchestermusiker beteiligt waren und vom Publikum in einem Parcours erwandert wurde, fand überregional Anerkennung.
Seit der Spielzeit 07/08 ist Solvejg Bauer als freiberufliche Regisseurin tätig. Sie inszenierte seitdem unter anderem am Theater unter den Kuppeln (Porter: Kiss me, Kate!), am Stadttheater Dortmund das erste Jugend-Musiktheaterprojekt sowie die Eröffnungsproduktion der Kinderoper, an der Württembergischen Landesbühne und in einer Maschinenhalle (Bühnenadaption von Musils: Die Verwirrungen des Zögling Törleß)


inszenierungen - eine auswahl

"Heimweh" Schauspiel nach Motiven von Musil ("Verwirrungen des Zögling Törleß")
Buch: Solvejg Bauer
2008, Maschinenhalle THE

Christian Baier "Wer andern nach der Pfeife tanzt"
2008, Stadttheater Dortmund

Cole Porter "Kiss me, Kate!"
2008, Theater unter den Kuppeln Stuttgart

Verena Harzer "Zwischenträume"
2008, Stadttheater Dortmund

E.T.A. Hoffmann "Der Sandmann"
2008, Württembergische Landesbühne

Astrid Lindgren „Madita“
Fassung: Solvejg Bauer
2007, Württembergische Landesbühne Esslingen

Susanne Hinkelbein "Stadtoper Esslingen" (UA)
2007, Kulturreferat Esslingen / Württembergische Landesbühne

Texte von Franz Kafka "Liebster Vater, du zerreißt mich wie einen Fisch"
Buch: Rainer Müller
2007, Württembergische Landesbühne

"Weniger als Macbeth und mehr. Eine Hexen-Homestory"
Buch: Solvejg Bauer
2006, Württembergische Landesbühne

"Patschnass. Jeder kann es gewesen sein."
Buch: Solvejg Bauer
2006, Württembergische Landesbühne

"Mechanismen der Freundschaft"
Buch: Solvejg Bauer
2006, Frauenkirche Esslingen

Oscar Straus "Der tapfere Soldat"
2002, Kammeroper Hamburg / Alleetheater


kritiken - eine auswahl

"Kiss me, Kate!"
"Inszenierungen für Amateurtheater fallen normalerweise nicht modern oder regietheatralisch ambitioniert aus. Regisseur wie Schauspieler haben genug damit zu tun, dem Stück so gut wie möglich gerecht zu werden, die Betonung liegt auf dem Wort `bewältigen` und dann erst auf `interpretieren`. Diese `Kiss, me, Kate!` aber ist modern. Nicht gegen das Stück modern wie zum Beispiel die Neuproduktion an der Komischen Oper Berlin, sondern ein wenig absurd und surreal, etwas flapsig und albern. Eine verratzte Theaterkantine und einige sehr prollige Beteiligte verorten sie genauso im Hier und Jetzt wie ihr ganz spezifischer Humor voll Slapstick und lakonischen Cartoons. Das mag für manchen Normalbürger etwas zu luftig sein, aber nicht eine Minute setzt die Regie dabei das Stück oder die Charaktere aufs Spiel, ganz im Gegenteil.
Das Wunder vollbracht hat (Intendanten bitte notieren) Solvejg Bauer, die hier nicht nur eine außergewöhnlich witzige, exzellent einstudierte Inszenierung abliefert, sondern die sämtliche Mitwirkenden des Theaters unter den Kuppeln auch noch zu ihrem Vorteil einsetzt, bis hin zu den selig vor sich hinschwofenden Beleuchtern."
Das Musicalmagazin, September 2008

"Zwischenträume"
"Die intensive Aufführung ist ein außerordentlicher theaterpädagogischer Erfolg des Dortmunder `Jugendprojekts` – im Mittelpunkt steht sicherlich die bewusste Probenarbeit, doch kann sich das `Produkt` hören und sehen lassen. Das gespannt folgende Publikum dankt mit langanhaltendem, herzlichen Applaus!"
Opernnetz, April 2008

"Der Sandmann"
"Die Aktualisierung ist gelungen: Solvejg Bauer macht aus dem Menschenautomaten Olimpia in E.T.A. Hoffmanns Nachtstück `Der Sandmann` ein virtuelles Wesen, das nur auf dem Bildschirm existiert. Kristin Göppert spielt in der Inszenierung der Württembergischen Landesbühne Esslingen einen Nathanael, der der medialen Versuchung erliegt – das geht unter die Haut.
Gewalt musste Bauer der unheimlichen Erzählung aus dem Jahre 1816 nicht antun, um sie in die Gegenwart zu holen. Die Schattenseiten der Romantik in Hoffmanns virtuoser, doppelbödiger Erzählkunst bleiben präsent; bearbeitet wird der Text, wenn überhaupt, unmerklich. Nur Bühnenbild, Kostüme und die Transformation Olimpias lassen die alchimistische, naturwissenschaftliche Hybris des 18. Jahrhunderts hinter sich und versetzen das Stück mitten hinein in die Abgründe der virtuellen Wirklichkeit und der Medienverwahrlosung."
SP, März 2008

"Stadtoper Esslingen"
"(…) Über 300 Akteure aus Esslinger Chören, Musikvereinen und Ensembles realisierten das Mammutprojekt Stadtoper, dass Tausende von Menschen dazu verführte, die Innenstadt in zwölf musikalisch-literarischen Stationen zu erwandern. Zu ungewöhnlichen Orten lenkte sie der Strom der Zuschauer: Ob das Parkhaus am Marktplatz zum Schauplatz eines philosophisch-kabarettistischen Wortwechsels wurde, ob die sonst nur als Abkürzung taugende Zehentgasse zum Schauplatz großen Musiktheaters mutierte oder ob der tagsüber in seiner strengen Klarheit eher eintönige Innenhof des Amtsgerichts mit einer betörenden Akustik überraschte – ungewöhnliche Orte stellten ihre Bühneneignung unter Beweiß. Vor allem nach Einbruch der Dunkelheit sorgten die Szenerien, die Regisseurin Solvejg Bauer gezaubert hatte, für sinnliche Eindrücke: mal schattig, mal düster, mal lichtdurchflutet, mal malerisch-romantisch, mal verträumt."
Esslinger Zeitung, September 2007


fotos

Das geheime Königreich Der Diktator Heimweh Kiss me Kate
Der Sandmann Stadtoper Esslingen Wer andern nach der Pfeife tanzt  Zwischenträume


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