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    Christina Emig-Könning

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biographie arbeiten kritiken fotos  

biographie

Christina Emig-Könning, geboren in Halle/Saale, studierte nach dem Abitur an der Schauspielschule in Rostock. Es folgten Engagements als Schauspielerin an das Theater Rudolstadt und an die Städtischen Bühnen Erfurt. Von 1983 bis 1987 studierte sie am Institut für Schauspielregie "Ernst Busch" Berlin. Danach ging sie als feste Regisseurin an das Deutsche Nationaltheater Weimar und prägte gemeinsam mit Leander Hausmann die Sparte Schauspiel. Für ihre Arbeiten erhielt sie u.a. Auszeichnungen von der Stadt Weimar und vom damaligen Theaterverband. Daneben arbeitete sie als Regisseurin am Theater Erfurt, Gera, am Schauspiel Leipzig und dem Theaterhaus Jena.
Von 1995 bis 1998 war sie feste Regisseurin am Volkstheater Rostock, dessen Schauspiel sie ein Jahr lang kommissarisch leitete. Emig-Könning forcierte die Zusammenarbeit mit der lokalen Jugendkultur, eroberte neue Spielorte in Rostock, z.B. die Nikolaikirche oder das Kunst-Raum-Schiff MS "Stubnitz", auf dem sie "Trainspotting" von Irvine Welsh inszenierte. Diese auch überregional stark beachtete Produktion wurde zu einem Gastspiel nach Stockholm eingeladen.
Christina Emig-Könning hat bisher fast 40 Produktionen erfolgreich auf die Bühne gebracht. In den letzten Jahren inszenierte Sie u.a. in Göttingen, Jena, am Theater am Halleschen Ufer in Berlin, am Deutschen Nationaltheater Weimar, am Schlosstheater Moers und am Theater Greifswald.
Sie ist Dozentin im Bereich Schauspiel an der Theaterakademie Vorpommern und an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin. Im Januar 2006 gründete sie gemeinsam mit anderen Künstlern den Verein "Theaterkapelle 12045 e.V." und zeichnet sich seither als Leiterin dieser freien Bühne in Berlin verantwortlich.


inszenierungen - eine auswahl

Elfriede Jelinek "Prinzessinnendramen"
2005, Theater Greifswald

Sergi Belbel "Nach dem Regen"
2004, Theater Greifswald

Albert Camus "Die Gerechten"
2003, Technische Universität Dresden "die bühne"

"Medea" nach Seneca
2003, Schlosstheater Moers

Sarah Kane "Crave"
2001, Deutsches Nationaltheater Weimar

Tom Peukert "Nietzsche – ein Visionär gibt seine Abschiedsvorstellung"
UA 2001, Theaterhaus Jena

Marius von Mayenburg "Feuergesicht"
2000, Theaterhaus Jena

Frank Wedekind "Lulu"
1999, Junges Theater Göttingen

"Werther" nach Johann Wolfgang v. Goethe/Emig-Könning
1999, Freie Kammerspiele Magdeburg

Peter Weiss "Marat/de Sade"
1999, Volkstheater Rostock/Neptunschwimmhalle

Irvine Welsh "Trainspotting"
1998, Volkstheater Rostock/ Kunst-Raum-Schiff MS "Stubnitz"

William Shakespeare/Heiner Müller "Macbeth"
1996, Nikolaikirche Rostock

Jerome Savary "Melody du malheur"
1993, Theaterhaus Jena


kritiken - eine auswahl

Albert Camus "Die Gerechten"
"Die Figuren in dieser Inszenierung kommen mit der Welt nicht klar und behalten Recht. Sie sind Würmer und gehen am Ende demonstrativ zurück in den Dreck, aus dem sie gekommen sind, denn sie stellen fest, dass es keine Freiheit gibt, noch nicht einmal im Tod. Die ganze anstrengende Inszenierung atmet diese Kälte.
(...) Es macht wenig Sinn, Einzelleistungen der schier Übermenschliches leistenden Darsteller hervorzuheben. Die Inszenierung ist wahrlich das quählendste, aufwühlendste Stück Theater, das die Bühne in den letzten (wirklich guten) Jahren zustande gebracht hat. Man spürt wieder etwas. Es lebe das Leben."
N. Seidel, Dresdner Neueste Nachrichten 2003

Sergi Belbel "Nach dem Regen"
"Die Leiber, wie immer bei Emig-Könning, wissen mehr, als die Köpfe zu ahnen haben. Ein antipsychologisches Enthüllungstheater
(...) Aber Belbels dunklen Visionen angemessen ist diese in Vorpommern ganz außergewöhnliche Arbeit allemal."
Nikolaus Merck, Theater der Zeit 2004

"Medea" nach Seneca
"In der kleinen Moerser Kapelle inszeniert Regisseurin Christina Emig-Könning Medeas Konflikt und ihre Rache als ein fortwährendes Aufbrechen von Narben und Erinnerungsspuren. Die Intimität des Raumes wird dabei optimal genutzt.
(...) Der Regisseurin gelingen viele bildgewaltige Szenen, die Bordband spielt live, die Schauspieler agieren mit vollem Körpereinsatz und teilweise bis zur körperlichen Schmerzgrenze. (...) Medeas Rachefeldzug zum Finale, erscheint angesichts der ungerechten patriarchalischen Machtstrukturen als nachvollziehbare Handlung. Das Töten ist hier keine Rache, sondern ein Versuch der Auslöschung ihrer eigenen Erinnerungen und eine Verweigerung der ihr zugedachten Rolle."
Johanna Renger, Theater der Zeit 2004

Tom Peuckert "Nietzsche – ein Visionär gibt seine Abschiedsvorstellung"
"Das ist wie eine schmerzhafte Errektion, die sich in rigide Bilder, in die orgiastische Schönheit der Selbstzerstörung ergießt. In ihr tickt eine Zeitbombe, ein Sprengsatz
(...). Vielleicht ist Christina Emig-Könning, in Thüringen keine Unbekannte, in ihren Bühnenarbeiten noch nie soweit gegangen wie jetzt in diesem Satyrspiel von Tom Peuckert."
B. Baake, Thüringer Allgemeine 2001

Irvine Welsh "Trainspotting"
"Der Abend erzählt härter als der gleichnamige Film, mit radikaleren Mitteln: und die Rostocker Fassung ist entschieden politischer. Das Stadttheater-Ensemble verlässt die eigenen Säle und zieht mitten in die Szene auf das Kunst-Raum-Schiff `MS Stubnitz`.
(...) Am Ende kehrt sich das Bild völlig um: in dem großen Loch schwebt nun ein riesiger aufgeblasener Erdball. Auf ihm versammeln sich jene drei der einst süchtigen Junkie-Quartetts, die nun `clean` sind, verwehren einem Süchtigen den Zutritt zu dieser Welt. Die `cleane` Welt ist voll irrer bunter Hoffnungslosigkeit: eine schöne neue bittertraurige Welt."
D. Pätzold, Ostseezeitung 1998


fotos

Frau vom Meer Macbeth Melody du malheur Medea
Marat/de Sade
Nach dem Regen Schiffer und Kahn Die Gerechten

link

www.theaterkapelle.de


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