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    Christina Gassen

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biographie arbeiten kritiken fotos  

biographie

Christina Gassen wurde 1978 in Koblenz geboren. Nach dem Abitur erhielt sie zunächst einen Stückvertrag als Darstellerin am Theater der Stadt Koblenz und verpflichtete sich anschließend zu einem einjährigen Praktikum im Bereich Schauspiel-Regie, das sie mit einer ersten Assistenz im Musiktheater abschloss. Bei seinem Wechsel nach Mainz engagierte sie der damalige Koblenzer Intendant Georges Delnon als Assistentin an das dortige Staatstheater, wo Christina Gassen von 1999-2003 alle Produktionen des Musiktheaters sowie deren Wiederaufnahmen betreute. Parallel zu ihrem Engagement studierte sie in Mainz Theaterwissenschaft. In der Spielzeit 2002/03 debütierte die damals 24-Jährige als Regisseurin eines Doppelabends, dem nach großem Erfolg in der darauffolgenden Spielzeit mit "Cendrillon / Varieté Liberty" die zweite, hochgelobte Arbeit folgte. 2004 inszenierte sie für das Koblenzer Jugendtheater Mozarts "Zauberflöte" mit jungen Nachwuchssängern und 2006 "Le nozze di Figaro" in einer Co-Produktion mit dem Theater der Stadt Koblenz. In der Spielzeit 2005/2006 arbeitete sie erneut für das Staatstheater Mainz und brachte mit Humperdincks "Hänsel und Gretel" ihre erste Inszenierung für das Große Haus heraus. Im Jahrbuch der Zeitschrift Opernwelt erhielt sie für diese Arbeit eine Nominierung als „Nachwuchskünstlerin des Jahres 2006“.

Eigene Arbeiten:

- W. A. Mozart: Le nozze di Figaro. Koblenzer Jugendtheater in Zusammenarbeit mit der Orchesterakademie des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie und dem Theater der Stadt Koblenz, Premiere am 03.09.2006 im Theater der Stadt Koblenz
- Engelbert Humperdinck: Hänsel und Gretel. Staatstheater Mainz, Spielzeit 2005/06, Premiere am 05.11.2005
- W. A. Mozart: Die Zauberflöte. Koblenzer Jugendtheater, Premiere am 11.09.2004 in der Rhein-Mosel-Halle in Koblenz
- Pauline Viardot: Cendrillon / Hubert Stuppner: Varieté Liberty. Staatstheater Mainz, Spielzeit 2003/04, Premiere am 27.11.2003 im TIC
- Ernst Krenek: Vertrauenssache / Franz v. Suppé: Die schöne Galathee. Staatstheater Mainz, Spielzeit 2002/03, Premiere am 26.09.2002 im TIC


inszenierungen - eine auswahl

Wolfgang Amadeus Mozart "Die Hochzeit des Figaro"
2006, Koblenzer Jugendtheater

Engelbert Humperdinck "Hänsel und Gretel"
2005, Staatstheater Mainz

Wolfgang Amadeus Mozart "Die Zauberflöte"
2004, Koblenzer Jugendtheater

Pauline Viardot "Cendrillon"/Hubert Stuppner "Varieté"
2003, Staatstheater mainz (TIC)

Ernst Krenek "Vertrauenssache"/Franz von Suppé "Die schöne Galathee"
2002, Staatstheater Mainz (TIC)


kritiken - eine auswahl

Wolfgang Amadeus Mozart "Le nozze di Figaro"
"Christina Gassen, spätestens seit ihrer `Hänsel und Gretel`-Regie am Mainzer Staatstheater keine Unbekannte für Opernfreunde, hat sich dem `Figaro` mit viel Fortune angenommen. `Figaro im Büro` wäre die Schlagzeile, und das funktioniert auch: Die Firma des Grafen trägt nicht umsonst das Zeichen des Karnickels (…). Dieser Chef lebt seine Lust und seine Fetische gehörig aus (…) – und was nicht offen gelebt wird, das zeigt ein Film (…). Hinter jeder Tür (…) lauern in surreal überzeichneten Bildern die Abgründe von Lust und Liebe. (…) Wenn sich nach vielen Verwechslungen endlich die richtigen Paare (wieder-)finden, deutet Regisseurin Gassen dies folgerichtig als Bäumchen-wechsel-dich hinter Pappkameraden-Aufstellern der beteiligten Personen."
Rhein-Zeitung 2006

Engelbert Humperdinck "Hänsel und Gretel"
"Die Mainzer Neuproduktion der jungen Regisseurin Christina Gassen verweigert sich jedem denkbaren Klischee von Abendsegen, Zuckerguss und friedlicher Weihnachtsoper für die ganze Familie – und wird dafür von der einen Hälfte des Premierenpublikums stürmisch bejubelt, von der anderen heftig ausgebuht. (…) Im Einklang mit den Kostümen wird hier in grellen Farben das überzeichnete Klischee einer heilen Märchenwelt entworfen. Zusammen mit dem schematisierten Spielstil, den Gassen konsequent bis zum Ende durchführt, schafft sie eine Lesart, die gerade den Schrecken des Märchens radikal hervorhebt."
Mainzer Rhein-Zeitun 2005

Ernst Krenek "Vertrauenssache"/Franz von Suppé "Die schöne Galathee"
"Der superordentlich wie an Fäden gezogenen Doppelpaaretüde folgte (...) die ins turbulent-orgiastische gewendete Galathee. (...) Die Pygmalion-Story von der zum Leben erweckten Statue wird zur brillanten Persiflage auf Männerträume von der Traumfrau. (...) Alles in allem eine furiose Talentprobe für eine Regisseurin und ihre bühnensicheren Sänger."
Hans-Klaus Jungheinrich, Frankfurter Rundschau 2002

"Im Doppelabend der Mainzer Studiobühne TIC hat Christina Gassen in ihrem Regiedebüt aus dieser Kombination einen unterhaltsamen, stellenweise brillant auf den Punkt inszenierten Abend gemacht."
Claus Ambrosius, Mainzer Rhein-Zeitung 2002

Pauline Viardot "Cendrillon"/Hubert Stuppner "Varieté Liberty"
"Die 25-jährige Regisseurin Christina Gassen zeigt im TIC Mainz einen perfekten Kammeropernabend. (...) In der ersten Hälfte wurde das Spiel bereits entschieden, brasilianisch und erfolgreich, Tor um Tor. In der zweiten wurde dann nur noch gezaubert, überirdisch, und man fragte sich: Ist das noch Fußball? Oder nicht vielmehr ganz großes Theater?"
Stefan Schickhaus, Frankfurter Rundschau 2003

"Umjubeltes Regiewunder: Der 25-jährigen Christina Gassen gelingt mit ihrer aktuellen Arbeit (...) ein atemberaubend spannendes Opernereignis. (...) Christina Gassen vollbrachte nach ihrem Debüt (...) nun ein weiteres kleines Regiewunder. (...) Mit einer verblüffend klaren Bildersprache sowie stringenten, ausgefeilten Figurenportraits erzählt Gassen `Cendrillon`. Punktgenau gelingen ironische Brüche, zeugen Details von einer kraftvollen Kreativität. (...) Ein Opernabend, den man sehen muss."
Jan-Sebastian Kittel, Mainzer Rhein-Zeitung 2003

"Sänger und Regisseurin zeigen, dass ihre gefällige und originelle Umsatzung der Märchenoper mehr als ein Glücksgriff war. Die Entscheidung, das schwierige Stück im Anschluss zu spielen, wird zur Bestätigung des guten ersten Teils durch das beeindruckende Können im zweiten. (...) Selten glückt eine solch leichtfüßige Umsetzung einer enorm komplexen und theoretisch reichlich befrachteten Komposition. Dazu benötigen Künstler entweder sehr viel Erfahrung oder aber – Mut, Selbstbewusstsein und eine ungewöhnliche Portion Talent und Können."
Ulrike Krikau, Main Echo 2003

"In einem spannenden Doppelabend auf der Studiobühne TIC des Mainzer Staatstheaters schlägt die junge Regisseurin Christina Gassen eine intelligente Klammer über Pauline Viardots Märchenoperette "Cendrillon" und Hubert Stuppners `Varieté Liberty`. (...) Ein so spannendes wie verwirrendes, in vielen guten Ideen und eindringlichen Bildern der Regie gut eingefangenes Stück ambitioniertes Musiktheater."
Claus Ambrosius, Opernwelt 2003


fotos

Cendrillon Cendrillon Galathee Galathee
Varieté Liberty Varieté Liberty Varieté Liberty Vertrauenssache
Hänsel und Gretel Hänsel und Gretel Die Zauberflöte Die Zauberflöte

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