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    Irmgard Lange

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biographie arbeiten kritiken fotos  

biographie

Geboren in Posen, aufgewachsen in Dessau. Studium am Schauspielstudio des Deutschen Nationaltheaters Weimar. Danach Schauspielerin an verschiedenen Theatern. Nach kurzer Assistentenzeit erste Regiearbeiten. Bis 1988 feste Regisseurin am Theater in Chemnitz (Karl-Marx Stadt). Dort liegt ein Schwerpunkt ihrer Arbeit in der Inszenierung von Dramen des 20.Jahrhunderts. Vier Inszenierungen werden allein in diesen Jahren zu den Ostberliner Theatertagen eingeladen. Sie erhält mehrere Auszeichnungen für ihre Arbeiten. Parallel zur Theaterarbeit wird sie Leiterin und Dozentin des Schauspielstudios Leipzig und Dresden. 1988 Wechsel als Hausregisseurin zum Staatsschauspiel Dresden. Ihre Inszenierung von Volker Brauns "Übergangsgesellschaft" gastiert noch im gleichen Jahr auf dem Festival "Theater der Welt" in Hamburg. 1995 erhält ihre Inszenierung von "Glaube Liebe Hoffnung" eine Einladung zum Berliner Theatertreffen. Daneben Arbeiten an verschiedenen Häusern, u.a. Residenz-Theater in München, in Sankt Gallen und in Bern. Von 2001 bis 2004 ist sie Oberspielleiterin am Staatstheater Mainz.


inszenierungen - eine auswahl

Bertolt Brecht "Dreigroschenoper"
2006, Staatstheater Mainz

Gotthold Ephraim Lessing "Nathan der Weise"
2005, Staatstheater Mainz

Euripides "Medea"
2005, Staatstheater Mainz

Anton Tschechow "Die Möwe"
2004, Stadttheater Bern

Bertolt Brecht "Der gute Mensch von Sezuan"
2004, Staatstheater Mainz

George Tabori "Goldberg-Variationen"
2003, Stadttheater Bern

William Shakespeare "Der Sturm"
2003, Staatstheater Mainz

William Shakespeare "Was ihr wollt"
2003, Staatstheater Mainz

Heinrich von Kleist "Das Käthchen von Heilbronn"
2002, Staatstheater Mainz

Friedrich Schiller "Maria Stuart"
2002, Staatstheater Mainz

William Shakespeare "Der Widerspenstigen Zähmung"
2001, Staatsschauspiel Dresden

Frederico Garcîa Lorca "Bernarda Albas Haus"
1999, Staatsschauspiel Dresden


kritiken - eine auswahl

Bertolt Brecht "Der gute Mensch von Sezuan"
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Der Abend ist angenehm moralinfrei. Irmgard Lange lässt es sich zwar nicht nehmen, das Aktuelle oder Zeitlose des Stücks unübersehbar in Kulisse und Kostüm auf die Bühne zu bringen, doch präsentiert die Inszenierung uns einen verblüffend frischen, schnoddrig-witzigen Brecht, gewiss nicht ohne Sozialethos, auf jeden Fall aber ohne peinigenden Moralismus. (...) Stefanie Kampe spielt die gute Shen Te bravourös ohne alle Brechtschen Attitüden. (...) Hier steht eine höchst lebendige, wache junge Frau im engen Glitzerkleid und mit zerrissener Strumpfhose, die nichts weiter will als ein Stückchen vom Glück und die einen Teil dieses Glücks darin findet, es mit anderen zu teilen. Doch ist sie keineswegs naiv und erkennt sehr schnell, dass sie, um nicht ruiniert zu werden, mit Anzug, Hut, Sonnenbrille und härterem Herzen auftreten muss. So wird das Lehrstück in Mainz zur teils zynischen, teils melancholischen Farce. (...) Dafür und für die geschlossene und über weite Strecken begeisternde Ensemble-Leistung der Mainzer gab es nach der Premiere frenetischen Beifall."
Matthias Bischoff, Frankfurter Allgemeine Zeitung 2004

William Shakespeare "Was Ihr Wollt"
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Eine bestechend romantische Aufführung von Shakespeares `Was ihr wollt`. (...) Und weil gutes Theater ruhig länger sein darf, wollte auch der Beifall nicht enden."
Almuth Murawski, Frankfurter Neue Presse 2003

"Die Welt, sagt der Narr, sei eine offene Anstalt, und die Liebe ist schuld, die, sagt Shakespeare, der reine Irrsinn ist. Diesmal braucht Regisseurin Irmgard Lange satte drei Stunden, um das zu demonstrieren, aber es sind heitere und federleichte Stunden, von der Art also, die besonders schwer herzustellen ist. `Was ihr wollt` im Großen Haus des Mainzer Staatstheaters ist ein großformatiger Abend über Liebes- und über Theaterlust."
Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau 2003

Heinrich von Kleist "Das Käthchen von Heilbronn"
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Irmgard Lange scheut sich nicht, in erster Linie eine fabelhafte Liebesgeschichte zu erzählen. Irmgard Lange ist überhaupt eine Geschichtenerzählerin. Das passiert im Theater dieser Tage nicht alle Tage."
Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau 2002

Anton Tschechow "Die Möwe"
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Nicht der "Tannhäuser", sondern diese `Möwe`, in der das wunderbare Berliner Schauspielensemble wieder einmal voll in seinem Element ist, dürfte in der Publikumsgunst am Ende als Höhepunkt des Jubiläumsjahrs dastehen."
Charles Linsmayer, Der Bund 2004

William Shakespeare "Der Sturm"
"Lang nichts mehr gehört von Prospero und Shakespeares `Sturm`! Packend und überzeugend skeptisch ist nun die Sicht von Irmgard Lange auf das Zaubermärchen: Sie glaubt nicht mehr an die Güte, die alle Wunden heilt. Doch ihr Theaterabend ist ein sinnlicher und intellektueller Genuss."
Siegfried F. Kienzle, Darmstädter Echo 2003

George Tabori "Goldberg – Variationen"
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Ihre Inszenierung lebt aus einem Facettenreichtum an jüdischem Witz, an Wehmut, Verzweiflung und Theaterspaß, aus dem Wechsel zwischen Spiel und Realität. Vor allem aber schieben sich immer wieder jene Hinter- und Abgründe in die Streitereien auf der Bühne, die sekundenlang auf das Katastrophische jüdischer Menschheitsgeschichte verweisen – ohne sie indessen zudringlich werden zu lassen."
Beatrice Eichmann-Leutenegger, Neue Zürcher Zeitung 2003


fotos

Was ihr wollt Was ihr wollt Der Sturm Der Sturm
Maria Stuart Maria Stuart Der gute Mensch von Sezuan Das Käthchen von Heilbronn

 


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