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- eine auswahl
Wolfgang
Amadeus Mozart "Don Giovanni"
"Das Rezept des Abends, die totale Konzentration
auf vier Dinge: Die Musik. Den Gesang. Das Theater.
Die Personenführung. Das alles gekoppelt mit
einer wilden Woge frischen Humors, führt zu
einer höchst unterhaltsamen Version der mittleren
Da-Ponte-Oper. Dabei gelingt Leupold und ihrem Team
(…) etwas Exquisites: Es zieht mit der schnöden
Probensituation, bei der schon mal Kaffee getrunken
wird und Zeitung gelesen, eine weitere Ebene ein,
die das Werk zum einen auf einen Sockel stellt und
eine humorvolle Distanz zum Stoff ermöglicht,
es zum anderen aber auch an uns heranträgt,
als Drama von Menschen."
Mannheimer Morgen, 2005
Leos Janácak "Das schlaue Füchslein"
"Die Freiburger Inszenierung von Sandra Leupold
bewegt sich sensibel zwischen burlesker Komödie
und lyrischem Ernst. Sie kommt auf leichten Füßen
daher und entwickelt doch enorme poetische Kraft.
(…) Stühle hängen an den Wänden,
kreuz und quer, kopfüber und gerade –
eine große, grüne Kugel liegt auf der
Bühne. Es ist nur die grüne Farbe, die
die Stühle zu Bäumen macht. In ihrer Unordnung
erinnern sie an das zügellose Wachstum in der
Natur. (…) Die stimmige Inszenierung machte
die umjubelte Premiere zu einem spannenden Abend."
Badische Zeitung 2005
"Das
hat viel Poesie, ohne penetrant zu sein."
Frankfurter Allgemeine Zeitung 2005
Wolfgang
Amadeus Mozart "Così fan tutte"
"Was aber der Aufführung wirklich außerordentlichen
Rang verlieh, war, wie in den besten Zeiten der
Komischen Oper unter Felsenstein, wie unter Abbado
und Strehler an der Scala, die Einheit des Konzepts
in Regie und musikalischer Wiedergabe: eine jugendliche,
ausgefeilte, sehr direkte und einfallsreiche Inszenierung
mit spielbegabten Solisten in einem ausgewogenen
Ensemble. Die Berghaus-Schülerin Sandra Leupold
(Berlin) inszenierte mit jugendlicher Unbekümmertheit
und sportlicher Direktheit armes Theater auf leerer
Bühne vor Feuermauern. Charaktere werden in
Körperbewegung übersetzt, Leupold hat
die Lektionen von Marthaler und Pina Bausch gelernt.
(...) Ovationen für Sänger, Mazzola und
Regisseurin."
Opernwelt 2003
Francesco
Cavalli "Scipione Africano"
"Neben den eigentlichen, wie spotartig beleuchteten
Szenen laufen simultan Handlungen ab, Szenen, in
denen die Figuren fast traumwandlerisch ihren Gefühlen
nachhängen oder einen Schutz suchen, sich liebesfrustriert
über eine Sahnetorte hermachen - und so zeigt
die Regisseurin bei allen Liebesbestrebungen doch
auch die Einsamkeit, denn das große Liebesglück
gibt es auch am Ende nicht, nachdem sich die Paare
gefunden haben. (...) So ging ein glänzender,
sinnlich-schwungvoller, ebenso spannender wie kurzweiliger
Opernabend an einem ungewöhnlichen Ort zu Ende."
Opernwelt 2002
Karlheinz
Stockhausen "Am Himmel wandre ich (Indianerlieder)"
"Die Inszenierung von Sandra Leupold versucht
nicht, doch noch irgendwo Geschichte und Handlung
zu erzählen, sondern lässt die Sänger
die stimmlichen und körperlichen Potenzen der
Lieder entdecken, leitet aus dem musikalischen Spiel
innere Vorgänge her, die zum Miteinander und
damit zum Spannendsten führen, was es auf dem
Theater gibt: die Darsteller. (...) Der Moment der
poetischen Spannung, die Beziehung der beiden Akteure
wirken unmittelbar. Das Spiel mit den Möglichkeiten
des aufs Menschliche reduzierten Theaters, Gefühle
wie Angst und Freude, Nähe und Distanz, Annäherung
und Entfernung werden lebendig. Das lebendige und
natürliche Spiel der Sängerdarsteller
verhindert Beliebigkeit und Unverbindlichkeit. Mit
großem Jubel wurde die Premiere gefeiert –
ein gelungenes, sehenswertes Experiment modernen
Musiktheaters!"
Sächsische Zeitung 2004
Wolfgang
Amadeus Mozart "Don Giovanni"
"Sie benutzt Mozarts Oper als Vorlage für
ein raffiniertes Spiel. Die Sänger verkörpern
nicht nur die ihnen zugedachten Rollen, sondern
treten auch aus diesen heraus, werden `privat`,
sie eignen sich nicht nur ihre Opernfigur an, sondern
erleben auch, was diese mit ihnen macht. Das ist
brillant inszeniert."
Opernglas 2001
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