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    Sandra Leupold

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biographie arbeiten kritiken fotos  

biographie

Sandra Leupolds Arbeit steht für eine besonders eindrückliche und kompromisslos klare Regiesprache – sie zählt inzwischen zu den gefragtesten Regisseurinnen der jungen Generation.
2005 wurde ihre radikale Inszenierung von Don Giovanni am Theater Heidelberg vom Fachmagazin „Opernwelt“ als „Produktion des Jahres“ nominiert. Für die gleiche Produktion in der Kulturbrauerei Berlin war sie im Jahr 2001 bereits als „Nachwuchskünstlerin des Jahres“ und in der Sparte „Beste Produktion des Jahres“ nominiert worden. Für Così fan tutte beim Cantiere Internazionale di Montepulciano erhielt sie eine Nominierung zur „Regisseurin des Jahres 2004“. Für ihre Produktion von Pelléas et Mélisande am Staatstheater Mainz wurde sie 2007 als „Beste Regisseurin“ nominiert und ihr Parsifal ebenfalls am Staatstheater Mainz als „Beste Produktion" des Jahres 2008 genannt.
Zu ihren jüngsten Arbeiten zählen Erwartung mit Deborah Polaski an der Oper Leipzig und Pique Dame an der Oper Kiel . An der Oper Frankfurt inszenierte sie außerdem kürzlich den Doppelabend L'Oracolo/Le Villi sowie Ariane et Barbe-Bleue mit Katarina Karneus in der Titelrolle. Außerdem inszenierte sie Das Schlaue Füchslein am Theater Freiburg , Monteverdis Die Krönung der Poppea am Landestheater Eisenach, Glucks Orfeo ed Euridice am Theater Chur (Schweiz), am Theater Luzern Gianni Schicchi/ Trouble in Tahiti und Tosca am Staatstheater Wiesbaden .
Seit Jahren bildet die Barockoper einen Schwerpunkt in Sandra Leupolds Arbeit. So inszenierte sie vor kurzem die deutsche Erstaufführung von A. Scarlattis Il Tigrane am Staatstheater Saarbrücken . Für die Londoner Proms entstand eine Inszenierung von Rameaus Les Boréades unter der Leitung von Sir Simon Rattle und für die Oper Leipzig Telemanns Don Quichotte . Große Aufmerksamkeit erzielte sie mit ihrer spektakulären Inszenierung von Cavallis Scipione Africano im Alten Stadtbad Saarbrücken oder mit C. Pallavicinos L'Antiope bei den Dresdner Musikfestspielen . Gleiches Interesse gilt der Neuen Musik. Ihre gefeierte Inszenierung von Per Norgards Der göttliche Tivoli am Theater Lübeck als deutsche Erstaufführung wurde an das Theater Bern übernommen. An der Deutschen Oper Berlin inszenierte sie Europera 4 von John Cage und in der Kleinen Szene der Staatsoper Dresden Stockhausens Indianerlieder .
Nach dem Studium der Musikwissenschaft bei Carl Dahlhaus und der Opernregie u.a. bei Peter Konwitschny und Ruth Berghaus arbeitete sie als persönliche Regiemitarbeiterin von Hans Neuenfels, George Tabori und Jürgen Rose .
Die nächsten Produktionen sind Lucia di Lammermoor an der Hamburgischen Staatsoper und Tannhäuser am Staatstheater Mainz.


inszenierungen - eine auswahl

Wolfgang Amadeus Mozart "Don Giovanni"
2005, Theater Heidelberg

Leos Janácak "Das Schlaue Füchslein"
2005, Theater Freiburg

Sandra Leupold "Ragout fin(a)l" – Eine Operngroteske
2004, Oper Frankfurt

Karlheinz Stockhausen "In the sky I am walking"
2004, Sächsische Staatsoper Dresden

John Cage "Meine Träume schaffe(n) (m)ich"
UA 2003, Deutsche Oper Berlin (Foyer)

Wolfgang Amadeus Mozart "Cosi fan tutte"
2003, Teatro Poliziano Montepulciano

Monteverdi / Mozart / Beethoven u.a. "Dove alberga amore"
2003, Musikhochschule des Saarlandes Saarbrücken

Francesco Cavalli "Scipione Africano"
2002, PazzaCaglia Opera / Stadtbad Saarbrücken

Wolfgang Amadeus Mozart "Don Giovanni"
2001, Kulturbrauerei Berlin
Nominierung zur "Aufführung des Jahres 2001" in der Zeitschrift "Opernwelt"

Henry Purcell "Dido and Aeneas"
2000, Kroatisches Nationaltheater Zagreb und Theater Varazdin, Kroatien

Jean Philippe Rameau "Les Boréades"
1999, Royal Albert Hall London

Georg Philipp Telemann "Don Quichotte auf der Hochzeit des Comacho"
1995, Oper Leipzig


kritiken - eine auswahl

Wolfgang Amadeus Mozart "Don Giovanni"
"Das Rezept des Abends, die totale Konzentration auf vier Dinge: Die Musik. Den Gesang. Das Theater. Die Personenführung. Das alles gekoppelt mit einer wilden Woge frischen Humors, führt zu einer höchst unterhaltsamen Version der mittleren Da-Ponte-Oper. Dabei gelingt Leupold und ihrem Team (…) etwas Exquisites: Es zieht mit der schnöden Probensituation, bei der schon mal Kaffee getrunken wird und Zeitung gelesen, eine weitere Ebene ein, die das Werk zum einen auf einen Sockel stellt und eine humorvolle Distanz zum Stoff ermöglicht, es zum anderen aber auch an uns heranträgt, als Drama von Menschen."
Mannheimer Morgen, 2005

Leos Janácak "Das schlaue Füchslein"
"Die Freiburger Inszenierung von Sandra Leupold bewegt sich sensibel zwischen burlesker Komödie und lyrischem Ernst. Sie kommt auf leichten Füßen daher und entwickelt doch enorme poetische Kraft. (…) Stühle hängen an den Wänden, kreuz und quer, kopfüber und gerade – eine große, grüne Kugel liegt auf der Bühne. Es ist nur die grüne Farbe, die die Stühle zu Bäumen macht. In ihrer Unordnung erinnern sie an das zügellose Wachstum in der Natur. (…) Die stimmige Inszenierung machte die umjubelte Premiere zu einem spannenden Abend."
Badische Zeitung 2005

"Das hat viel Poesie, ohne penetrant zu sein."
Frankfurter Allgemeine Zeitung 2005

Wolfgang Amadeus Mozart "Così fan tutte"
"Was aber der Aufführung wirklich außerordentlichen Rang verlieh, war, wie in den besten Zeiten der Komischen Oper unter Felsenstein, wie unter Abbado und Strehler an der Scala, die Einheit des Konzepts in Regie und musikalischer Wiedergabe: eine jugendliche, ausgefeilte, sehr direkte und einfallsreiche Inszenierung mit spielbegabten Solisten in einem ausgewogenen Ensemble. Die Berghaus-Schülerin Sandra Leupold (Berlin) inszenierte mit jugendlicher Unbekümmertheit und sportlicher Direktheit armes Theater auf leerer Bühne vor Feuermauern. Charaktere werden in Körperbewegung übersetzt, Leupold hat die Lektionen von Marthaler und Pina Bausch gelernt. (...) Ovationen für Sänger, Mazzola und Regisseurin."
Opernwelt 2003

Francesco Cavalli "Scipione Africano"
"Neben den eigentlichen, wie spotartig beleuchteten Szenen laufen simultan Handlungen ab, Szenen, in denen die Figuren fast traumwandlerisch ihren Gefühlen nachhängen oder einen Schutz suchen, sich liebesfrustriert über eine Sahnetorte hermachen - und so zeigt die Regisseurin bei allen Liebesbestrebungen doch auch die Einsamkeit, denn das große Liebesglück gibt es auch am Ende nicht, nachdem sich die Paare gefunden haben. (...) So ging ein glänzender, sinnlich-schwungvoller, ebenso spannender wie kurzweiliger Opernabend an einem ungewöhnlichen Ort zu Ende."
Opernwelt 2002

Karlheinz Stockhausen "Am Himmel wandre ich (Indianerlieder)"
"Die Inszenierung von Sandra Leupold versucht nicht, doch noch irgendwo Geschichte und Handlung zu erzählen, sondern lässt die Sänger die stimmlichen und körperlichen Potenzen der Lieder entdecken, leitet aus dem musikalischen Spiel innere Vorgänge her, die zum Miteinander und damit zum Spannendsten führen, was es auf dem Theater gibt: die Darsteller. (...) Der Moment der poetischen Spannung, die Beziehung der beiden Akteure wirken unmittelbar. Das Spiel mit den Möglichkeiten des aufs Menschliche reduzierten Theaters, Gefühle wie Angst und Freude, Nähe und Distanz, Annäherung und Entfernung werden lebendig. Das lebendige und natürliche Spiel der Sängerdarsteller verhindert Beliebigkeit und Unverbindlichkeit. Mit großem Jubel wurde die Premiere gefeiert – ein gelungenes, sehenswertes Experiment modernen Musiktheaters!"
Sächsische Zeitung 2004

Wolfgang Amadeus Mozart "Don Giovanni"
"Sie benutzt Mozarts Oper als Vorlage für ein raffiniertes Spiel. Die Sänger verkörpern nicht nur die ihnen zugedachten Rollen, sondern treten auch aus diesen heraus, werden `privat`, sie eignen sich nicht nur ihre Opernfigur an, sondern erleben auch, was diese mit ihnen macht. Das ist brillant inszeniert."
Opernglas 2001


fotos

Don Giovanni Don Giovanni Das schlaue Füchslein Das schlaue Füchslein
Das schlaue Füchslein Scipione Africano Scipione Africano Indianerlieder

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